Von Cínovec aus führt Sie die Radroute Nr. 23 über ein ruhiges Kammprofil. Der erste tolle Halt ist das bekannte Dlouhá Louka, von wo wir einen kurzen Aufstieg zum Aussichtsturm Vlčí hora empfehlen, der eine weite Rundsicht über das Erzgebirge und das Böhmische Mittelgebirge bietet. Von dort geht es durch Waldpartien weiter zum größten Magneten dieser Etappe – der Talsperre Fláje. Diese monumentale Pfeilerstaumauer ist die einzige ihrer Art in Tschechien. An der Talsperre können Sie ein modernes Informationszentrum besuchen, den historischen Flöhaer Floßgraben besichtigen oder sich stärken.
Von Fláje fällt die Route gleichmäßig durch ein Waldtal nach Mníšek ab und steigt dann in Richtung Hora Svaté Kateřiny an. Die Magistrale führt zwar durch die ruhigeren Teile der Stadt, doch ein Abstecher ins Zentrum des Städtchens zum historischen Aussichtsturm auf dem Růžový vrch oder in eines der örtlichen Restaurants lohnt sich auf jeden Fall. Über das Bergdorf Kalek, wo es ebenfalls Einkehrmöglichkeiten gibt, erreichen Sie den letzten Abschnitt. Dieser führt direkt am Hochmoor Novodomské rašeliniště entlang – einem der besterhaltenen und schönsten Naturschutzgebiete Europas. Am Teich Nový rybník vorbei erreichen Sie dann das Etappenziel Hora Svatého Šebestiána.
Die gesamte Etappe hat ein anspruchsvolles Bergprofil und stellt Ihre Kondition auf die Probe. Obwohl Sie auf dem Kamm fahren, fällt die Route immer wieder in Täler ab und steigt erneut an, sodass Sie insgesamt über 1 000 Höhenmeter bewältigen. Die Route verläuft überwiegend auf für den Verkehr gesperrten asphaltierten Waldwegen und ruhigen Bergstraßen mit minimalem Autoverkehr – verkehrstechnisch sicher, körperlich aber sehr intensiv. Aufgrund der Länge und Schwierigkeit lässt sich die Etappe auch auf zwei Tage mit Übernachtung aufteilen, z. B. in Nová Ves v Horách oder direkt in Hora Svaté Kateřiny.
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